schreibmalwieder
Tieranekdoten

Beobachtungen

Interessiert stellte er seine Nase in den Wind und nahm Witterung auf. Seinen Augen traute er schon lange nicht mehr. Sie waren im Lauf der Jahre immer schlechter geworden. Nat?rlich nahmen sie, ganz, wie es bei Beutegreifern ?blich ist, noch jede Bewegung wahr, aber ein paar Mal war er schon der falschen Beute hinterher gegangen, weil er sich vorher nicht mit der Nase vergewissert hatte. Diese war immer noch so gut, wie fr?her. Vielleicht war sie sogar besser geworden, seit er nicht mehr so gut sah. Langsam und vorsichtig setzte er sich in Bewegung und ging der verhei?ungsvollen Spur nach. Da war sie. Nun ver?nderte sich seine K?rperhaltung. Stolz reckte sich sein Kopf in die H?he. Seine Rute erhob sich in die Luft und sein nicht mehr ganz so straffer K?rper spannte sich. Fast auf den Zehenspitzen laufend, um noch gr??er zu wirken, n?herte er sich ihr leichtf??ig. Seine Nackenhaare waren gestr?ubt, denn Vorsicht war geboten. Allzu oft hatte er bisher in seinem Leben die Erfahrung gemacht, dass manche von ihnen sehr ungn?dig reagierten, wenn man sich ihnen zu forsch n?herte und die Ungeduld der Jugend hatte er schon lange abgelegt. Nun standen sie sich gegen?ber und er nahm verz?ckt ihren Duft auf, w?hrend auch sie, die bisher nur da gestanden hatte, sich dazu herablie?, an ihm zu schn?ffeln. Er hob wieder den Kopf um seinen Hals ?ber ihren R?cken zu legen und seine Nase kurz in ihrem Fell zu versenken. Sie verhielt sich abwartend, kam ihm mit keiner Geste entgegen, aber allein, dass sie ihn gew?hren lie?, war f?r ihn Best?tigung genug. Pl?tzlich f?hlte er sich wieder jung und beschwingt und das lie? ihn f?r einen kurzen Moment seine Zur?ckhaltung vergessen, denn als er sich auf die Hinterbeine erhob, und seine Vorderpfoten ihren R?cken ber?hrten, drehte sie sich blitzschnell um und er sp?rte ihre Z?hne, die an seinem Hals zusammenschlugen. Knurrend drehte er den Kopf weg, um ihrer Zurechtweisung zu entgehen. Damit gab sie sich zufrieden, denn sie wandte sich von ihm ab und widmete sich einer Duftspur auf dem Boden. Er gab sich interessiert und senkte seine Nase neben ihre, um ebenfalls zu untersuchen, was sie entdeckt hatte. Doch sein Interesse hielt nicht lange. Sie war eindeutig interessanter f?r ihn und so stolzierte er hoch erhobenen Hauptes um sie herum, bem?ht ihre Aufmerksamkeit zu erregen und sie mit seiner Zur?ckhaltung gn?dig zu stimmen. Obwohl es f?r den Beobachter so wirkte, als w?rde sie ihn ignorieren, wusste er, dass sie jede seiner Bewegungen verfolgte und dass sie ihn nur halbherzig abgewiesen hatte, spornte ihn an. Also startete er einen zweiten Versuch. Leider hatte er sich geirrt, denn pl?tzlich fand er sich auf den Hinterbeinen ihr gegen?ber wieder. Ein Knurren stahl sich aus ihrer Kehle und ihre Augen fixierten ihn. Er stand ihr in nichts nach und versuchte seinen Mut zu beweisen, indem er ebenfalls laut knurrte und ihrem Blick standhielt. So verbrachten sie mehrere Sekunden auf den Hinterbeinen in trotziger Umarmung, bis er einem uralten Instinkt folgte und den Kopf abwandt, ihr somit seine ungesch?tzte Kehle darbot und als sie sich langsam wieder beruhigte, von ihr l?ste. Die Positionen waren vorerst gekl?rt und so verbrachten sie die restliche Zeit damit, nebeneinander ?ber die Wiese zu traben und sich gegenseitig auf interessante Duftspuren aufmerksam zu machen. Mit der Wei?heit des Alters jedoch wusste der alte R?de, seine Zeit w?rde kommen. Der erste Schritt war getan.
7.12.06 18:51


Auszug.

Erw?hnte ich schon, dass sich der Mali, nachdem er mir heute fr?h unaufgefordert den Autoschl?ssel und nen Latsch ans Bett gebracht und sich dann auch noch zu einem Weitsprungwettbewerb ins Bett entschlossen hatte, daf?r qualifiziert hatte, wieder in sein eigenes Reich zu ziehen? Joa, raus isser *g* Und wer ist wieder drin? Der gute alte Wolf. Fast zwei Wochen nicht gesehen, ist sein Bauchumfang bei meinen Eltern doch wieder erheblich gr??er geworden. Egal, solange er bei mir noch in sein K?rbchen passt. Dort liegt er n?mlich grade und spielt gl?cklichen Hund ;-)
23.9.06 15:55


Balla-Balla, ne?

*grins*

Also ich wei? nicht, wie ich das beschreiben soll, aber ich hab hier grad ein 30kilo schweres, fast vierj?hriges Riesenbaby, das auf seiner Kuscheldecke hockt und nen rosa Quietscheball mit Nase und Pfoten durch die Botanik kantet.

Ich schmei? mich wech, lol.
20.9.06 17:17


Was tun...

...wenn der Mali nervt?

"Du gehst mir auf den Keks, Hund!" war wohl noch einer der netteren Spr?che, mit denen ich in den letzten zwei Tagen meinen sonst hei?geliebten, aber zur Zeit nur nervenden Belgier belegt habe. Seit einer Woche sind sie vorbei, die ruhigen Zeiten im Hause schreibmalwieder und langsam beginne ich meinen Wolf zu vermissen, der ausquartiert werden musste, weil der Mali im Augenblick etwas Betreuung ben?tigt. Ja, ich gebs zu. Langsam nervt es, jeden Abend die Couch teilen zu m?ssen, weil der gn?dige Herr noch nicht gecheckt hat, dass er eben keine 5 Kilo leichte Miezekatze ist, die es sich ohne Probleme auf Frauchens Bauch bequem machen kann. Gut, dass ist sicher ein selbstgemachtes Problemchen und dem kann auch leicht Abhilfe geschaffen werden. Kein Mittel gibt es aber gegen 30 Kilo geballte Muskelkraft und spr?hendes Temperament (ihn hibbelig zu nennen, w?re im Augenblick schier untertrieben), die absolut nicht ausgelastet sind, weil man eben, wenn man lahm geht und noch ein paar F?den in der Schulter hat, keine ausgedehnten Spazierg?nge und schon gar nichts ohne Leine unternehmen kann.

Inzwischen habe ich s?mtliche Kurzspazierg?nge schon zu Unterordnungseinheiten umfunktioniert, damit er mal den Kopf anschalten muss. Leider, wie sollte es anders sein, reicht das gerade mal ne halbe Stunde.

Nun gut, also vorhin doch mal einen der Quietscheb?lle herausgeholt, die in der ganzen Wohnung unter irgendwelchen M?beln versteckt sind. Ne Viertelstunde besch?ftigte ES sich mit dem Balla, dann wurde nach Animation geschrien. Dies gipfelte in wildem Rumgehopse, -getipple (den Untermieter wirds freuen) und -gebelle und nun frage ich mich doch langsam, was besser ist? Ein Mali, der aus Langeweile durch die Wohnung tigert, mich aber ansonsten mein Ding machen l?sst oder einer, der st?ndig sein Spielzeug neben einen packt und wartet, dass man es auch nur mal ein Zentimeterchen bewegt und einen dabei nicht aus den Augen l?sst.

*?chz*
16.9.06 17:55


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